==So schreiben Sie Texte, die Spaß machen==

Jeder Bestseller-Autor weiß es: Gelesen werden Texte nur, wenn das Publikum dabei Spaß hat. Wie viel Spaß andere beim Lesen haben, hängt von beeinflussbaren Kriterien ab: allen voran von der Verständlichkeit.

Alles klar?

Je klarer ein Text für den Leser ist, desto angenehmer die Erfahrung beim Lesen. Der Alltag ist anstregend genug. Wer hätte da noch die Nerven, um sich mit Fachausdrücken in komplizierten Schachtelsätzen zu befassen? Juristen dürfen sich in unverständlicher Paragraphen-Sprache ausdrücken, aber alle anderen konzentrieren sich lieber auf

  • kurze Sätze
  • klare Satzstrukturen
  • sinnvolle Absätze
  • und möglichst kurze Wörter.

Niemand investiert ins Textverständnis gerne mehr Zeit und Gedanken als nötig. Besonders hinsichtlich der Werbe- und Online-Welt ist einfache Ausdrucksweise daher ein wesentlicher Aspekt für eingängige Texte, an die sich die breite Masse erinnert. Viele Redakteure aus diesen Bereichen prüfen die Verständlichkeit anhand des Flesch-Index nach. Neben der Klarheit entscheidet aber auch der Inhalt darüber, wie angenehm Texte zu lesen sind.

Mehrwert ist mehr wert

Beiträge mit hohem Informationsgehalt finden eher interessierte Leser als solche, die zu einem Großteil aus Füllwörtern bestehen. Welche Informationen sich Ihre Leser vom Text erhoffen, hängt von Ihrer Zielgruppe ab und dasselbe gilt für die richtige Tonalität. Zu einem PR-Text passt trockene Beamtensprache beispielsweise kaum. Genauso unangenehm ist Lesern ein Rechtstext, der in witzigem Stil geschrieben ist und keinerlei Vertrauen in den Verfasser zu wecken versucht. Sie begeben sich beim Schreiben idealerweise in die Schuhe Ihrer Zielgruppe. Welchen Anspruch haben Ihre Leser und wie können Sie ihnen durch den Text helfen?

Ansprechen, aber nicht anschreien

Obwohl sich Leser idealerweise vom Inhalt Ihrer Texte angesprochen fühlen, dürfen sie davon nicht angeschrien werden. Direkte Ansprache bezieht Ihre Leserschaft mit ein, aber inflationär benutzen Sie diesen Stil lieber nicht. Beim Lesen fühlt man sich ansonsten genauso genervt wie bei einem aufdringlichen Verkaufsgespräch. Ob Ihre Leser eher per Du oder Sie angesprochen werden, hängt neben dem Thema von der Textgattung ab. Bei modernen Themen haben Sie es mit einer eher jungen Zielgruppe zu tun und die würde sich beim "Sie" schlimmstenfalls fühlen wie die eigenen Eltern.